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Rocken und Röhren wie Cocker

Rocken und Röhren wie Cocker

17.03.2009 - ALZEY

Von Elisabeth Aderhold

"Hitchcock Railway" feiert ersten Geburtstag im Alzeyer Oberhaus

ALZEY. Ihren ersten Geburtstag als Joe-Cocker-Coverband feierte "Hitchcock Railway" nun im Oberhaus - an dem Ort, an dem sie das erste Mal die Bühne betraten. Gekonnt boten sie Klassiker und auch unbekanntere Stücke der Rock- und Bluesröhre aus Sheffield.

Schon im letzten Jahr begeisterte die Band das Publikum mit den Coversongs, so auch bei dem jüngsten Auftritt. Bemerkenswert war die gelungene musikalische Umsetzung der Stücke. Die zwölfköpfige Band gab die Rock- und Bluesstücke nicht einfach nur wieder, sondern hauchte ihnen einen eigenen Stil ein. Über zwei Stunden lang bot "Hitchcock Railway" eine reizvolle Begegnung mit bekannten Stücken in neuem Gewand. Sänger Michael Andes überzeugte dabei durch seine perfekte Bühnenpräsenz.

Sobald der Frontmann am Mikrofon stand und die ersten Takte von Hits "Could you be loved" oder "Summer in the city" anstimmte, war er voll in seinem Element. Mit kraftvoller, rauer Stimme sang er los, bewegte sich unermüdlich zu den funkigen Rhythmen und wurde dabei eindrucksvoll durch Petra Stolle-Bartsch, Jutta Knebel und Anja Beck-Harth unterstützt, die mit ihren fulminanten Stimmen mehr als nur ein Background-Chor waren. Nicht zu vergessen: der dreistimmige Bläsersatz, der der Band besondere Klangfarben verlieh.

Und auch der Stilmix des "Hitchcock Railway"-Repertoires stimmte. So wechselten groovige Funkstücke mit bluesigen Balladen. Starke Momente hatte das Konzert bei den Gesangsduetten. Bei "Trust in me" oder "Cry me a river" sorgten Michael Andes und Anja Beck-Harth für Gänsehaut-Feeling beim Publikum. Aber auch Jutta Knebel konnte bei ihrem Solo in "Chain of fools" begeistern. Bei den etwas ruhigeren Liedern wie "Guilty" oder "You are so beautiful" zeigte Andes erneut, wie gut er seine Stimme einsetzen kann: Einerseits sang er kraftvoll, andererseits war seine Stimme voller Sanftmut.

Nach mehr als 20 Titeln wollte sich die Band dann verabschieden, doch das Publikum forderte noch eine Zugabe ein - den Cocker-Klassiker schlechthin. Und so erklang denn auch als letztes Stück des Abends "With a little help from my friends", begleitet vom Schein der entzündeten Feuerzeuge, die die Zuschauer in die Höhe reckten.

Schade war es nur, dass das tolle Konzert von "Hitchcock Railway" so wenige Besucher anlockte. Die mitreißend aufspielende Band hätte eine größere Geburtstagsfeier mehr als verdient gehabt.

 

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Letzte Aktualisierung: 18.03.2009
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